Ein Abend des Handwerks und der Kreativität: Aus dem adretten Seitenscheitel des kölschen Liedguts flechten Jamaika Jupp exotische Dread Locks, und De Nepesser Stääne kämmen daraus eine stattliche Sturmfrisur. Ganz klar: Hier bleibt nichts, wie es war. Beide Bands stehen für den eher lockeren Umgang mit der heimischen Tradition.
Das Trio Jamaika Jupp bettet kölsche Klassiker in einen minimalistischen Reggae-Rhythmus und legt Bob Marley nonchalant uns Muttersprooch in den Mund. Auch die Neppeser Stääne sind eine sympathische Truppe. Frech wie die Knilche von der letzten Bank bedienen sich die bis zu acht Nordkölner bei Ostermann und Co.. Mit Waschbrett und Banjo tun sie so, als wären sie eine Marching Band. Das mag gelingen, aber sie geben dabei auch immer einen sehr gut gelaunten Hummelschwarm ab. Toll.
Heute locken beide Kapellen ihr Publikum in das stylishe Vintage-Ambiente des Frisiersalons Hairdresser on Fire. Welcher Ort könnte besser gewählt sein? Wir erwarten einen Konzertabend mit extra Finish.
Hauptsächlich Stehplätze.